Der LebensKünstler

Hans-Peter Weyer

Jahrgang 1955, geboren in Viersen am Niederrhein

Aufgewachsen bin ich in Budberg-Eversael (heute Rheinberg)

Bis zur Fachoberschulreife besuchte ich verschiedene Schulen (mittlerer Bildungsabschluß)

Beruflich habe ich nach der Ausbildung zum Bürokaufmann immer nur gemacht was Spaß machte – und solange es Spaß machte. Dadurch habe ich in über dreißig verschiedenen Berufen gearbeitet und fünf davon mit Abschluss gelernt. Mehrmals war ich auch erfolgreich selbständig.

Mein künstlerischer Werdegang:

Schon in der Schule habe ich die Mitschüler beneidet, die zeichnen und malen konnten. Für mich war es bereits eine Leistung technisches Zeichnen im Mathematik-Unterricht nicht mit einer schlechten Note zu beenden.
Meine Welt war die Sprache. So schrieb ich schon mit zwölf Jahren Gedichte. Viele Jahre war das mein Talent. Zu den Gedichten gesellten sich später auch kleinere Kurzgeschichten. Leider sind die meisten dieser Werke einem gemeinen Diebstahl zum Opfer gefallen und nur noch Wenige sind mir geblieben.
Als es mir 2015 psychisch nicht gut ging, erinnerte ich mich daran, dass während psychosomatischer Reha-Maßnahmen immer auch Malen angeboten wurde. Ich hatte das nie genutzt. Diesmal entschied ich mich Wasserfarben und Zeichenblöcke zu besorgen und es zu probieren. Sehr schnell merkte ich, dass realistische Bilder immer noch nicht meine Sache sind. Ganz anders bei abstrakter Malerei. Das Spiel mit Farben und Formen machte mir sehr viel Spaß. Schon bald wechselte ich von Papier auf kleinere DIN A4-Leinwände ohne Rahmen.
Diese psychisch schwer belastete Zeit zwang mich 2016 dazu meine derzeitige Selbständigkeit aufzugeben. Der Umzug in eine altengerechte Wohnung im Jahr 2018, verbunden mit der inneren Überzeugung, dass ich mir aufgrund meines Alters keine berufliche Belastung mehr aufladen müsse sowie das regelmäßige Malen stabilisierten meine psychische Verfassung.
Ich begann nun mit Acrylbildern im Format 40×50 cm. Videos im Internet animierten mich die verschiedensten Möglichkeiten der abstrakten Acrylmalerei auszuprobieren. Dabei hat John Beckley mir mit seinen Videos viele Anregungen gegeben. Inzwischen experimentiere ich auch mit anderen Leinwandformaten.
Ich könnte nicht sagen, dass mir eine Stilrichtung besonders gefällt. Es macht mir Spaß Farben, Techniken, Stilmittel und Werkzeuge ganz meinem augenblicklichen Gefühl nach einzusetzen. Dabei entstehen immer wieder auch Bilder, die ich selbst für entgleist halte, aber als Lehrzeit verstehe.
Um Grundlagen der Malerei besser zu verstehen und zukünftig manche Fehler zu vermeiden, beschäftige ich mich mit dem Buch „Kunst der Farbe“ von Johannes Itten.
Die Malerei ist ein gutes Mittel geworden meine Psyche stabil zu halten. Diesen Aspekt möchte ich zukünftig auch in Workshops weitergeben (sobald das Virus das wieder zulässt).